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2. Treffen der Ducati-TT-IG von 19. bis 21. März 2004
Bericht von Rudi Wasner:
Auch in diesem Jahr wurde
wieder ein Treffen für Mitglieder der Ducati-TT-IG von Christoph Lagemann
organisiert. Als Veranstaltungsort wurde von ihm diesmal das "Waldcafé
Dachsloch" ausgewählt.
Hier die Kontaktdaten mit Beschreibung:
77319 Bad Berleburg,
Dachsloch 3,
Tel. 02750-222888
"Der
urgemütliche Wochenendtreff für Natur- und Wanderfreunde. Ideal für
Gesellschaften mit Übernachtungsmöglichkeit für 15 Personen in
Doppelzimmern. Separate Ferienwohnung vorhanden."
Als Zeitpunkt wurde von ihm wieder der März gewählt, meine Ducati Paso war
somit als Reisegefährt weniger geeignet. So musste unser Ford Escort für die
Reise herhalten, was jedoch den Vorteil hatte, dass ich somit in der Lage war
wesentlich mehr "Gepäck" mitzunehmen. Da ich am Freitag aus
familiären Gründen noch gebunden war, entschloss ich mich dazu, gleich
Samstags am frühen Morgen abzufahren. Um 5 Uhr aufgestanden ging es dann um
kurz vor 6 Uhr los.
Bei der Ausfahrt Pocking auf die Autobahn A3 "aufgesprungen" fuhr ich
dann vorbei an Regensburg, Nürnberg und Würzburg bis kurz vor Frankfurt. Beim
Autobahn-Kreuz Seligenstadt fuhr ich rechts ab auf die A45 in Richtung Giessen,
Siegen. An der Ausfahrt Nr. 25 "Dillenburg" ging es dann über die
B253 bis zur Landstraße L877. An Hatzfeld vorbei führte der Weg dann vor
Diedenshausen bei einem linksseitig gelegenen Holzwerk rechts auf eine kleine
Teerstraße Richtung Dachsloch. Dieser relativ schmale Weg führte dann nach
etwa 2 km Bergaufpassage zum Weiler Dachsloch. Dieser aus nur ein paar Häusern
bestehende Ort liegt eigentlich wunderschön in idyllischer Lage. Zum Zeitpunkt meiner Ankunft,
nach mehr als 600 km Fahrt, regnete
es jedoch heftig und zu dieser Jahreszeit ist es in dieser
hohen Lage einfach noch zu kühl.
In der urigen Gaststätte wurde ich bereits von Christoph erwartet, Wilfred Habers und
ein Motorradkumpel aus Holland wurden auch begrüßt, beide waren bereits seit
Freitagabend anwesend.
Man kam gleich ins Gespräch und langsam gesellten sich immer mehr Leute zu
unserer Runde.
Anwesend waren insgesamt 11 TT-Freunde:
Christoph Lagemann, Jörg Bohnenstiehl, Mirco Schlüter mit Freundin Steffi, Dirk
Stieler, Wilfred Habers mit einem Freund aus Holland, Michael Nikulzew mit
Freundin Astrid Saul, Wolfgang Saul und
ich.
Es wurden natürlich die verschiedensten Themen angesprochen und
durchdiskutiert. Dabei zeigte sich schnell, dass jeder TT-Fahrer mit dem einen
oder anderen technischen Problem zu kämpfen hat. Verschiedenste Fotoalben,
Motorrad-Zeitschriften und Zeitungs-Berichte wurden in der Runde herumgereicht
und bestaunt. Dazu hatte nun wirklich jeder der Anwesenden reichlich an
Geschichten, Meinungen und Erfahrungen beizutragen. Besonders interessant fand
ich die Zeitschriften aus Japan, die von Christoph und Jörg mitgenommen wurden.
Mit den japanischen Schriftzeichen hatten wir natürlich so unsere Probleme, jedoch war die
Qualität der einzelnen Bilder hervorragend und die Vielfalt der gezeigten
Ducatis und den dazu passenden Anbauteilen zeigte das überragende Interesse der Japaner an der Marke aus
Bologna. Ducatis genießen in Japan offensichtlich Kultstatus, besonders
interessant auf dem dortigen Markt ist wegen der nationalen
Führerscheinregelung die Klasse bis 400 cc. Ich habe in diesem
Zusammenhang auch erstmals erfahren, dass früher speziell für den japanischen Markt
ein Pantah-Gehäuse mit 6-Gang-Getriebe (!) produziert wurde, und zwar für die
400 F3. Allerdings stellt sich hier natürlich sofort die Frage, welchen
Belastungen ein solches "Schmalgetriebe" standhält. Bei einem 400
cc-Motor dürfte das noch nicht so entscheidend sein, bei einem 750 cc-Triebwerk
sieht das Ganze schon anders aus...!
Etwa um 18 Uhr bot ich dann in der Runde an, Videofilme über Beamer mit
Leinwand zu zeigen, auch wurde von mir vorgeschlagen, verschiedene Bilder über
den Beamer vom PC aus zu zeigen und in der TT-Homepage zu blättern. Es fiel
dann sofort die Entscheidung zugunsten der Videos und innerhalb kurzer Zeit wurde
eine kinoartige Atmosphäre hergestellt. Gezeigt wurde u.a. ein Video von den
TT-Races auf der Isle of Man von 1985. Damals siegte Tony Rutter im Formel
2-Rennen auf einer Werks-F1-Ducati in den Farben rot-weiß-grün, die eigens mit
einem 600 cc-Motor ausgestattet wurde. Eingebaut wurde dieser Motor sogar von
unserem IG-Mitglied Werner Kaiser, der zu dieser Zeit sehr gute Kontakte zu
Ducati Bologna hatte.
Als weiteres wurden Filme aus der Oldtimerszene und von einem Vergleichstest
zwischen einer Ducati 900 Superlight und einer Bimota db2 gezeigt. Diese
Berichte sorgten natürlich für reichlich Gesprächsstoff. Zwischendurch wurde bestens für das leibliche Wohl gesorgt.
Kurz vor Schluss zeigte Jörg Bohnenstiehl noch die Gewichtsunterschiede von
TT-Hinterradschwingen aufgrund von mitgebrachten Teilen aus Stahl und Aluminium.
Ein Teil war aus einer Serien-F1 aus Stahl, ebenfalls aus Stahl war ein Eigenbau
mit der Serienschwinge einer Pantah und das dritte Exemplar war ein originales Aluminiumteil von Verlicchi.
Jörg teilte uns mit, dass er in der Lage ist kostengünstig eine
Pantah-Schwinge umbauen zu lassen. Außerdem hat er natürlich als
"Auslandsvertretung" von Old Racing Spare Parts (Sitz in Italien) alle
sonstigen Anbauteile passend für TTs in seinem Verkaufssortiment.
Zu später Stunde wurden nach einem unterhaltsamen Abend die Segel gestrichen
und es ging ab in die Kiste.
Am nächsten Morgen war ich schon früh auf den Beinen, da ich mit den Gedanken
schon beim Formel 1-Lauf im Fernsehen und der anschließenden Heimreise war. Gemeinsam wurde dann das reichhaltige
Frühstück genossen, typisch für die Region waren natürlich auch Blut- und
Leberwurst dabei. Als es dann ans Zahlen ging, konnte ich mit Freude
feststellen, dass die Preise sehr human waren, denn 20 Euro für eine
Übernachtung mit gutem Frühstück sind ein Wort. Zwar waren die Zimmer sehr
einfach, für unsere Bedürfnisse jedoch vollkommen ausreichend.
Gestärkt und gut gelaunt machte ich mich dann während der Formel
1-Übertragung mit vielen neuen Infos im Gepäck
auf die Heimreise.
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